Workshop zur Kompetenzentwicklung im Bereich der Interprofessionalität in Ghent

So, das neue Jahr startet langsam und gemächlich und die ersten spannenden Termine rücken näher. Im März steht direkt ein Workshop für Dozenten und Trainer im Gesundheitswesen an, bei dem es um die Kompetenzentwicklung im Bereich des interprofessionellen Handelns in Ghent (Belgien) geht. Der Workshop findet am  16., 17. und 18. März an der Artevelde University College statt.

Veranstaltet wird der  Workshop von der Organisation EIPEN (The European Interprofessional Practice and Education Network), die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Thema Interprofessionalität im Bereich der Lehre mit Konzepten und Unterlagen voranzutreiben. Interprofessionelles Handeln scheint momentan eines der Trendthemen im Gesundheitssystem zu sein, wenn es um die Verbesserung der Klientenversorgung geht und da dürfen didaktische Überlegungen natürlich nicht fehlen.

Weitere Informationen zum Workshop finden Sie hier im Flyer der Veranstaltung. Ich kann jedem nur aus eigener Erfahrung empfehlen sich bei einem Besuch des Workshops unbedingt die Stadt anzuschauen. Ghent ist einer der schönsten Flecken in Europa, mit dem besten frittiertem Essen überhaupt!

Konferenz: eHealth in Interaktionen an der Hochschule für Gesundheit (Bochum)

Alles muss man selber machen! Ne, kleiner Scherz, mit einem halbwegs wahren Kern. Sämtliche Tagungen im Bereich eHealth fokussieren zurzeit m. E. die Technologien oder die vermeintlichen Vorteile für Ärzte und das Gesundheitssystem. Die Auswirkungen auf die Interaktionen an sich, sind bisher kaum Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion. Das ändert sich am 27.10.2016. An diesem Tag findet an der Hochschule für Gesundheit in Bochum die Konferenz “eHealth in Interaktionen” statt und fokussiert genau das letztgenannte Thema.

Im Arbeitsalltag der Gesundheitsberufe finden viele neue Gesundheitstechnologien noch keine oder nur kaum Anwendung. Dass die Innovationspotenziale neuer Gesundheitstechnologien nicht ausgeschöpft werden, liegt nur zum Teil an der mangelnden technischen Interoperabilität zwischen Soft- und Hardwarelösungen. Vor allem ist es häufig noch unklar, wie neue Gesundheitstechnologien erfolgreich in bereits bestehende Behandlungs- und Interaktionsprozesse zwischen Behandelten und Behandelnden integriert werden können. Der Fokus von anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung liegt in diesem Sinne noch zu stark auf der technischen Machbarkeit und zu wenig auf den Konsequenzen, die neue Gesundheitstechnologien für die Beziehungs- und Interaktionsebene des Behandlungsprozesses haben. Diese interaktionellen Auswirkungen sind jedoch Faktoren, die wesentlich darüber entscheiden, ob neue Technologien nachhaltig in laufende Versorgungsprozesse implementiert werden können.

Vor diesem Hintergrund ist die Akzeptanz neuer Technologien bei vielen Akteuren im Gesundheitswesen noch gering. Andererseits sind aber mittlerweile viele gesundheitsbezogene Technologien und Softwarelösungen für Teile der Gesellschaft finanziell erschwinglich und teils auch schon verbreitet. Was braucht es also, um die vielfältigen Potenziale dieser in der Breite ankommenden Technologien für die Praxis der Gesundheitsberufe zu erschließen?

Dieser Frage nachzugehen ist das Ziel der erstmalig organisierten Konferenz „Technologie und Gesundheit“  am 27.10.2016 mit dem Schwerpunkt eHealth in Interaktionen. Sie wird einerseits wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu diesem Themenkomplex präsentieren und andererseits Anbieter*innen von eHealth-Anwendung, wie bspw. Trackingprodukten, Health-Apps, AAL-Lösungen oder smarten Textilien, die Gelegenheit zur Präsentation ihrer Produkte bieten. Diese Zusammenführung von anwendungsorientierter Forschung mit exemplarischen praxisorientierten Demonstrationen bildet die Basis, um das Für und Wider neuer medizinisch-therapeutischer Technologien zu diskutieren. Die Konferenz bietet so die Plattform für einen patient*innen- bzw. klient*innenzentrierten Austausch zwischen Forschung und Praxis der technikgestützten Gesundheitsversorgung. Die Aufgabe eines solchen Diskurses muss es sein, wissenschaftlich belegte  Lösungen zu finden, um die vielfältigen Potenziale neuer gesundheitsbezogener Technologien effektiv und kosteneffizient für die Gesundheitsversorgung zu erschließen.

Der Aufbau der Konferenz ist entsprechend komplementär. Im Rahmen einer Messe wird es gesundheitsrelevante Hard- und Softwarelösungen zu sehen und zu testen geben. Namhafte Hersteller bereits auf dem Markt verfügbarer Produkte stellen ihre Lösungen im Bereich eHealth vor und diskutieren und erarbeiten in Workshops mit Praktiker*innen neue Herangehensweisen an alt bekannte (Gesundheitsversorgungs-) Probleme. Ergänzend zu den Workshops können Vorträge besucht werden, in denen das Zusammenspiel von eHealth und fachlichem Handeln in Interaktionen im Mittelpunkt steht.

Themenschwerpunkte der Vorträge:

  • Veränderungen der Behandelte-Behandelnde-Interaktion
  • Akzeptanzerhöhung auf Klienten- und Therapeutenseite
  • Individualisierte Versorgung durch Technik
  • Der digitalisierte Klient – Perspektiven auf eine veränderte Beziehung zum Klienten
  • Therapieunterstützung 2.0 – Vorteile für selbstständig durchzuführende Therapieanteile

Themenschwerpunkte der Workshops:

  • Werden im Frühjahr 2016 bekanntgegeben

Termin: 27.10.2016

Mögliche Beitragsformen:

Vortrag (30 Minuten inklusive Diskussion)

Diese Form eignet sich um Forschungsergebnisse zu präsentieren oder Best Practice-Beispiele mit konkreten situativen Bezügen zu diskutieren.

Workshop (30, 60 & 90 Minuten)

Diese Form eignet sich für Hersteller von Soft- und Hardware, um die Lösung praxisnah und gemeinsam anwendungsorientiert vorzustellen.

Bitte senden Sie ihren Beitragsvorschlag bis zum 14. April 2016 an andre.posenau@hs-gesundheit.de.

Bitte teilen Sie uns folgende Informationen in der E-Mail mit:

  • Titel, Name, Vorname:
  • Hochschule / Einrichtung / Firma:
  • E-Mail-Adresse:
  • Titel des Beitrags
  • Gewünschte Beitragsform und -dauer
  • Abstract (max. 1/2 Seite) zur inhaltlichen Einordnung

Bis zum 5. Mai erhalten Sie die Rückmeldung zu Ihrem Beitrag.

Anmeldung ohne Beitrag zum Symposium:

Bitte senden Sie ihre Anmeldung bis zum 15. Juni 2016 an andre.posenau@hs-gesundheit.de.

Bitte teilen Sie uns folgende Informationen in der E-Mail mit:

  • Titel, Name, Vorname:
  • Hochschule / Einrichtung / Firma:
  • E-Mail-Adresse:

Tagungsgebühr:

Es fallen keine Gebühren für die Veranstaltung an

Tagungsort:

Veranstaltungszentrum der Hochschule für Gesundheit 

Gesundheitscampus 6 – 8

44801 Bochum

http://www.hs-gesundheit.de

 

Kontakt bei Rückfragen:

Dr. André Posenau

Hochschule für Gesundheit

Gesundheitscampus 6 – 8

44801 Bochum

Raum 3.OG./3341

Tel: +49 234 77727-650

 

Ich freue mich auf spannende Beiträge und interessante Diskussionen! Weitere Infos, das Programm und ein Lifestream der Konferenz wird es zeitnah auch hier auf dem Blog geben. Das Plakat zur Konferenz finden Sie hier und es darf gern geteilt werden ;-)

 

 

Kostenloser Online-Lehrgang Gesundheitstelematik ist online!

Gesundheitstelematik ist ein Fremdwort für Sie, aber Sie möchten trotzdem mitreden? Dann könnte der Online-Lehrgang der Bayerischen TelemedAllianz etwas für Sie sein. Hier können Sie ab sofort in in zwölf Einheiten alles Wissenswerte zu dem Thema online im eigenen Tempo erarbeiten.

Hier ein Überblick über die Inhaltsblöcke und die Vorbildung:

Notwendige Vorbildung
Der Lehrgang Gesundheitstelematik vermittelt theoretische und praktische Grundlageninformationen. Bis auf ein einfaches technisches Grundverständnis sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig. Der Kurs ist für Anfänger / Interessierte im Bereich der Gesundheitstelematik konzipiert und kann als Einführungsveranstaltung verstanden werden (Niveau: Einführungsveranstaltung in einem Bachelor-Studiengang).

Inhaltlicher Aufbau
Aufgebaut ist der Lehrgang in drei thematisch gegliederte Blöcke, welche jeweils vier logisch aufeinander aufgebaute Lehreinheiten beinhalten und so aufbereitet sind, dass sie auch für Laien gut verständlich sind, sowie eine terminologische bzw. definitorische Basis schaffen. Jede Einheit wird zusätzlich mit anschaulichen Videos bzw. erläuternden Grafiken/Abbildungen eingeführt.

Block 1 – Theoretische Grundlagen
In den Einheiten 1 bis 4 (thematischer Block 1) sollen vor allem theoretische Grundlagen vermittelt werden. So werden beispielsweise in einem Unterpunkt „Relevante Akteure für das Gesundheitswesen“ und somit die entscheidenden Personenkreise definiert, die für die Gesundheitstelematik wichtig sind. Deren Motivation und Bezüge zur Gesundheitstelematik bzw. zur Telemedizin sollen hier noch nicht detailliert erläutert werden. Dies wird in den nachfolgenden Einheiten inhaltlich herausgearbeitet.

Block 2 – Grundlagen der Anwendung und Umsetzung
Die einzelnen Themenbereiche werden in den Einheiten 5 bis 8 (thematischer Block 2) vertieft. Grundlagen der Anwendung bzw. Umsetzung gesundheitstelematischer Lösungen werden in diesen Einheiten vermittelt. So soll beispielsweise aufgezeigt werden, welcher medizinische Nutzen und welche Prozessoptimierung sich durch den gezielten Einsatz gesundheitstelematischer (und im Speziellen telemedizinischer) Lösungen ergeben. Ebenfalls sollen Grundlagen der Vergütung sowie des Datenschutzes und des Rechts erläutert werden, um u.a. die aktuellen Problematiken verstehen und zukünftige Entwicklungen besser beurteilen zu können.

Block 3 – Gesundheitstelematik in der Praxis
Im dritten thematischen Block (Einheit 9 bis 12) wird den Teilnehmern die konkrete Praxis der Gesundheitstelematik, quasi die gelebte Gesundheitstelematik, aufgezeigt. Dafür liegen folgende Fragestellungen zugrunde: „Wie wird die Gesundheitstelematik in Deutschland umgesetzt bzw. welche Bestrebungen gibt es hierzulande?“ Wie wird im europäischen und internationalen Ausland Gesundheitstelematik/Telemedizin bereits erfolgreich eingesetzt?“ „Wie sehen konkrete Anwendungsbeispiele aus?“ „Welche zukünftigen Perspektiven und Herausforderungen werden das Gesundheitswesen bzw. die Gesundheitstelematik beeinflussen?“

Der Kurs ist ab dem 1. Dezember freigeschaltet und der erste Durchgang endet am 29. Februar 2016. Anschließend erhalten alle Absolventen ein Zertifikat der TelemedAllianz. Der wöchentliche Arbeitsaufwand liegt ungefähr bei 5 Stunden.

CfP: “Dreiländertagung” BMT 2016 in Basel

Eine der wichtigsten Veranstaltungen in jedem Jahr ist die sogenannte “Dreiländertagung“, die 2016 das Thema Biomedical Engineering (Biomedizintechnik) fokussiert und dementsprechend massig Spielraum für potentielle interaktionsverändernde Innovationen bietet. Vom 04. bis zum 06. Oktober findet die Veranstaltung im Kongresszentrum Basel statt. Thematisch ist das Feld m. E. sehr weit aufgemacht und Beiträge zu folgenden Themen können eingereicht werden:

  • Biomaterials and Biocompatibility
  • Biomechanics and Orthopaedics
  • Biomedical Micro and Nano Systems
  • Biophotonics
  • Biosensors and Bioanalytics
  • Biosignal Processing
  • Cellular-, Tissue- and Bioengineering
  • Clinical Engineering and Hospital Technology
  • Devices and Systems for Surgical lntervention
  • Drug Delivery Technology
  • Health Robotics
  • lmaging and lmage Computing
  • Laboratory Diagnostics and POCT
  • Magnetic Particle lmaging and Therapy
  • Medical Additive Manufacturing
  • Medical Implants
  • Medical lnformation Systems and Management
  • Medical Technology and Society
  • Minimal Invasive Technologies
  • Modelling and Simulation
  • Neural Engineering
  • Personalized Medical Technology
  • Prosthetics and Rehabilitation Engineering
  • Quality Management and Regulatory Affairs
  • Smart Assistance Systems
  • Telemedicine, eHealth, mHealth, Home Care
  • Training and Further Education for Engineers and Physicians
  • Usability, Risk Management, and Patient Safety

Interessant für mich sind vorallem die Themen Smart Assistance Systems,
Telemedicine, eHealth, mHealth, Home Care,
Training and Further Education for Engineers and Physicians und Personalized Medical Technology, denn das werden die Punkte sein, die das unmittelbare Handeln und kommunizieren beeinflussen werden.

Weitere Infos zum CfP finden Sie hier. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Mailingliste zu der Veranstaltung und generell zum Thema, in der sie sich hier eintragen können. Deadline für das Einreichen ist der 29. April 2016.

Bis bald in Basel …